Die Geschichte des Schweißens

Heutzutage ist das Schweißen ein unentbehrlicher Teil des Alltags. Es wird in jedem Bereich benutzt – von der Automobilindustrie bis zur Zahnmedizin. Mittlerweile kennt das Schweißen zahlreiche Verfahren, die durch unterschiedlichste Materialien in höchster Qualität geschweißt werden können. Es gibt Fundstücke in sumerischen Königsgräbern, die darauf hinweisen, dass auch damals Menschen wussten, wie man Materialien verbinden kann. In dieser Zeit wurden nur Gold, Silber und Kupfer verarbeitet, deshalb kann man nicht sagen, dass es sich um richtiges Schweißen gehandelt hat, sondern mehr um Hartlötungen. Das Löten gilt heute als das älteste thermische Verbindungsverfahren.

Die Geschichte des Schweißens

Die erste Form des Schweißens war das Feuerschweißen und ist somit der Vorläufer vom heutigen Handschweißen. Es wurden Werkzeuge, Kunstgegenstände, Waffen und andere Arbeiten gefunden, die älter als 3000 Jahre sind. Sogar das Wort Schweißen ist wahrscheinlich aus dem Wort Feuerschweißen entstanden. Das Schmiedefeuer bewirkte, dass die Oberfläche »schwitzt« und so ist es zu einer Verbindung der Materialien gekommen. Eine sehr lange Zeit war dieses Schweißverfahren die einzige Form des Schweißens. Das änderte sich, als es mithilfe von Sauerstoff und Brenngasen gelang, eine so energische Flamme zu erzeugen, sodass man keinen Druck mehr für die Schmelzschweißung brauchte. 1840 wurde das Gasschmelzschweißen erfunden und zum ersten Mal angewandt.

Das Brennschneiden ist zwischen 1901 und 1905 entstanden und ist bis heute ein wichtiges Verfahren. Mitte der 1940er Jahre gewann immer mehr an Bedeutung auch das Lichtbogen- und Widerstandsschweißen. Mithilfe des Schutzgasschweißverfahrens wurden vor allem Nichteisenmetalle geschweißt. Das WIG-Schweißen ist 1946 als Weiterentwicklung des Kohle-Lichtbogenschweißens entstanden. 1948 ist auch das MIG-Schweißen entstanden. Das verbreiteteste Schweißverfahren heutzutage ist sicherlich das MAG-Schweißen. Die Geschichte des Schweißens wurde nicht nur durch die Einführung neuer Verfahren beeinflusst, sondern auch durch die Forschung im Hinblick auf Werkstoffe.