Schweißen von Rohren und Profilen

Schweißtechniken und -Verfahren gibt es heute in einer breiten Vielfalt auf dem Markt. Jede dieser Techniken bietet hierbei natürlich für die regelmäßige Verwendung sowohl einige Vorteile wie auch einige Nachteile, was in die Auswahl des passenden Verfahrens natürlich einkalkuliert werden kann.

Doch während vom Laserschweißen mit Sicherheit die meisten Menschen bereits gehört haben, sieht dies bei anderen Techniken wiederum ganz anders aus. Ein gutes Beispiel für ein solches Verfahren ist das sogenannte Orbitalschweißen, welches mit Sicherheit vor allem Kennern und Fachleuten aus dieser Branche ein Begriff sein dürfte.

Doch was genau verbirgt sich hinter dem Orbitalschweißen, welche Vorteile bietet diese Technik und in welchem Bereich kommt diese vornehmlich zum Einsatz? Auf diese und viele weitere Fragen möchten wir für Sie im Folgenden eine umfassende und praktische Antwort finden, sodass Sie das spannende und zugleich auch sehr wichtige Prinzip hinter dieser Technik verstehen können.

Was ist Orbitalschweißen eigentlich?

Beim Orbitalschweißen handelt es sich um ein ganz besonderes Verfahren zum Schweißen von Metallen, welches sich vor allem durch einen wesentlichen Punkt von den anderen Techniken absetzen und unterscheiden kann.

Denn während bei den meisten anderen Schweißverfahren ein punktueller Lichtbogen zum Einsatz kommt, welcher die Energie und Hitze auf einen festen, relativ kleinen Punkt fokussiert, sieht dies beim Orbitalschweißen ganz anders aus. Hierbei kommt ein kompletter Lichtbogen zum Einsatz, welcher ohne Unterbrechung mit 360 Grad rund um die gewünschte Rohre oder andere Werkstücke mit runder Form geführt wird.

Die Vorteile beim Orbitalschweißen sind vielfältiger, als es auf den ersten Blick scheint, auch wenn die Einsatzgebiete hier natürlich entsprechend klein sind. So sorgt das direkte Schweißen im 360 Grad Bogen vor allem für eine saubere und besonders gleichmäßige Naht, wie diese in vielen Bereichen wichtige Voraussetzung ist.

Wo kommt das Orbitalschweißen eigentlich zum Einsatz?

Beim Orbitalschweißen handelt es sich um ein komplett manuelles Verfahren zum Schweißen, welches in den vergangenen Jahren immer weiter an Bedeutung gewonnen hat. Hier kommt es also vor allem auf die Erfahrung und das Geschick des Schweißers an, um besonders saubere und gleichmäßige Ergebnisse gewährleisten zu können.

Vor allem im Rohrbau kommt die Technik des Orbitalschweißens vermehrt zum Einsatz, da es natürlich vor allem hier auf eine saubere und gleichmäßige Naht ankommt. Dank dem direkten Umschließen des Lichtbogens lassen sich zwei Rohrstücke somit exakt mit einander verbinden und verschweißen, ohne dass hierfür besonders viel Aufwand notwendig ist.

Wie bereits erwähnt, kommt es beim modernen Orbitalschweißen vor allem auf das Geschick des Anwenders an. Eine entsprechende Ausbildung und handwerkliche Fähigkeiten spielen also eine sehr wichtige Rolle, damit die Ergebnisse dann letzten Endes auch wirklich so sind, wie dies gewünscht wird.

So ist vor dem eigentlichen Schweißen das Ausrichten des Werkstücks besonders wichtig. Ist der Prozess des eigentlichen Schweißens einmal in Gang gesetzt, dann lässt sich eine Nachjustierung des Werkstücks nicht mehr vornehmen und die Naht entspricht dann nicht mehr den Anforderungen. So ist beispielsweise ein exaktes Vorrichten aller verwendeten Werkstücke notwendig, zudem müssen diese bereits vor Beginn der Arbeit versatzfrei positioniert werden.

Wann lohnt das klassische Orbitalschweißen eigentlich?

Auch wenn die Technik in diesem Bereich in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte erzielen konnte, gibt es gerade im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit auch heute noch deutliche Kritik. Denn sowohl in der Anschaffung wie auch im Unterhalt sind die benötigten Techniken wie auch die Anwendung relativ teuer.

Einschränkungen sind hier auf jeden Fall zu beachten, so lohnt sich beispielsweise der Betrieb einer Anlage mit mehreren Köpfen für mehr Geschwindigkeit nur bei Rohren mit einem großen Durchmesser. Bei einfachen Anlagen ist eine Wirtschaftlichkeit lediglich bei einlagigen Schweißungen gegeben, sodass eine Investition nicht immer sinnvoll ist.