Laser-, Wasserstrahl- und Plasmaschneiden im Vergleich

In der heutigen, stetig wachsenden Welt gibt es immer neue Methoden. Beim Thema Schneidverfahren werden heutzutage drei Verfahren am meisten genutzt und deshalb richtet sich unser Blick auch auf diese drei. Hierbei handelt es sich um Laser-, Wasser- und das Plasmaschneidverfahren.

Doch welches Schneidverfahren ist denn nun schlussendlich am besten? Viele Kunden und Auftraggeber sehen sich mit dieser Frage konfrontiert. Am Ende des Tages kommt es immer auf die Anforderungen und Werkstoffe an. Zudem ist es falsch, die Verfahren nur einzeln zu betrachten.

In diesem Artikel erfahren Sie alle wichtigen Details zu den drei verschiedenen Verfahren und auch über die Vorzüge werden wir sprechen. So können Sie genau wissen, wodurch sich die einzelnen Verfahren auszeichnen.

Das Laserschneiden

Bei der Blechbearbeitung ist es dem Laserverfahren gelungen, auch in weiteren Einsatzgebieten genutzt werden zu können. So ist es mittlerweile auch möglich, das Laserverfahren in weiteren Anwendungsfeldern zu nutzen. Primär können Sie das Verfahren gerade im Dünnblechbereich einsetzen. Bei Dünnblechen ist das Laserverfahren die beste Möglichkeit.

Das Laserverfahren ist zudem auch wegen der Vielfalt an Materialien möglich. Zudem sind die Toleranzen mit +/- 0,1 mm enorm gering, sodass der Laser in den meisten Bereichen die beste Wahl ist.

Das Laserschneiden ist vielseitig einsetzbar und erlaubt es Ihnen viele Metalle sicher und präzise zu schneiden. Mithilfe von diesem Verfahren können Sie Edelstahl bis 50 mm, Aluminium bis 20 mm und Stahl bis 40 mm schneiden. Doch nicht nur bei den Metallen ist das Laserverfahren eine sehr beliebte und weit verbreitete Möglichkeit, um Werkstücke sicher und präzise zu schneiden. So können Sie das Verfahren auch bei anderen Werkstoffen wie Papier, Kunststoff oder Holz verwenden.

Die Vor- und Nachteile des Laserverfahrens

Die Vorteile beim Laserverfahren sind in einer hohen Vielzahl vorhanden und überwiegen. So sind die Schnittgeschwindigkeiten enorm hoch und die Gratfreiheit ist deutlich besser. Weiterhin ist der Wärmeeinfluss geringer und die Maßgenauigkeiten Ihrer Kunden können perfekt umgesetzt werden. Wenn Sie das Laserverfahren nutzen, ist die Materialausnutzung so gut wie bei keinem anderen Verfahren.

Nicht zu vergessen, dass die Bearbeitungszeiten bei der Nutzung vom Laser kürzer sind. Der Schnittspalt ist minimal und natürlich ist das Laserverfahren auch wegen der großen Vielfalt an Materialien empfehlenswert. Die Vorteile sind auch deshalb so gut gegenüber anderen Verfahren.

Doch natürlich gibt es bei dem Laserverfahren auch gewisse Nachteile. Zum einen wären da primär die teils hohen Investitionskosten zu nennen. Bei den Stärken von den jeweiligen Materialien ist zudem noch festzuhalten, dass diese nur begrenzt verarbeitet werden können. Vergleicht man jedoch die Nachteile gegenüber den Vorteilen, so sind die positiven Aspekte deutlich besser und größer.

Das Wasserstrahlschneiden

Im Gegensatz zu den herkömmlichen Verfahren, ist das Wasserstrahlschneiden eine interessante und überaus effektive Lösung. In der Branche genießt das Verfahren einen hohen Stellenwert. Kein Wunder, schließlich können selbst härteste Werkstoffe optimal geschnitten werden.

Der Wasserstrahl hat bei den innovativsten Anlagen bis zu 6.200 bar. Wenn Sie hitzeempfindliche Materialien schneiden möchten, ist dieses Verfahren die beste Lösung, da hierbei der Hitzefluss vermieden und das Material somit nicht beeinflusst wird.

Dank der modernen technischen Entwicklungen ist das Wasserstrahlverfahren deutlich effizienter, genauer und produktiver. Dementsprechend ist auch die Qualität deutlich besser. Oftmals werden Sand oder Quarz noch beigemischt, wodurch die Qualität nochmals gesteigert wird. Auf diese Weise lassen sich Materialstärken bis 400 mm schneiden.

Die Vor- und Nachteile des Wasserstrahlverfahrens

Das Wasserstrahlverfahren bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich. Zum einen wären da natürlich die wirtschaftlichen Aspekte zu erwähnen. Denn das Wasserstrahlverfahren bringt eine hohe Wirtschaftlichkeit mit. Zum anderen ist auch die große Materialvielfalt und die optimale Ausnutzung vom Material zu erwähnen.

Natürlich beschert das Nutzen vom Wasserstrahlverfahren weitere Vorteile. Selbst bei dickeren Materialstärken werden die Werkstücke sicher und mit höchster Präzision geschnitten. Nicht zuletzt ist die Anwendung absolut sicher und es bedarf keine mechanische Nachbearbeitung.

Doch wie jedes Verfahren, hat auch das Wasserstrahlverfahren Nachteile. Die betrieblichen Kosten sind höher und es besteht die Gefahr von Korrosion. Im Gegensatz zu anderen Verfahren ist die Geschwindigkeit beim Schneiden ein wenig langsamer.

Das Plasmaschneiden

Das Plasmaschneiden war früher beileibe nicht so konkurrenzfähig wie heute. Doch auch bei diesem Verfahren haben die vergangenen Jahre gezeigt, dass die Entwicklungen keinen Halt machen. So ist das Plasmaschneiden allen voran bei CrNi-Blechen und mittlerem Stahl eine wirtschaftliche Alternative.

Hinsichtlich der Dicke sind Schnitte im Bereich von 15 bis 40 mm möglich. Das Plasmaschneiden bietet eine große Leistungsfähigkeit. Bei sämtlichen elektrisch leitfähigen Materialien sind sogar Stärken bis zu 200 m bedenkenlos möglich.

Die Vor- und Nachteile des Plasmaverfahrens

Das Plasmaverfahren bietet natürlich eine Vielzahl von Vorteilen. So können alle leitfähigen Werkstoffe geschnitten werden. Beim mittleren Stahl gibt es zum Plasmaverfahren keine Alternativen. Zudem sei noch erwähnt, dass gerade bei hochlegierten Stahl ein sicheres Schneiden in jedem Fall möglich ist.

Bei den Nachteilen sei noch zu erwähnen, dass die Betriebskosten vergleichsweise hoch sind, der Schnittspalt breiter und eine Nachbearbeitung von gefertigten Teilen problemlos möglich ist.